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Was ist die Dunkle Materie? Warum blieb vom Urknall nur Materie und keine Antimaterie übrig? Warum haben Teilchen eine Masse? Mit solchen und vielen anderen fundamentalen Fragen beschäftigen wir uns am Begabungsstützpunkt und im W-Seminar „Astrophysik“. Am CERN bei Genf arbeiten Wissenschaftler aus der ganzen Welt zusammen, um die Geheimnisse des Universums zu erforschen. Im LHC, dem größten Teilchenbeschleuniger der Welt lassen die Forscher Protonen nahezu mit Lichtgeschwindigkeit zusammenstoßen. Dabei entstehen Teilchen, die es nur kurz nach der Entstehung des Universums gab. Riesige, unterirdische Experimente gewähren Einblicke in den Zustand des Universums unmittelbar nach dem Urknall und geben Antworten auf die grundlegenden Fragen der Astrophysik.

Im März und April 2018 fuhren wieder Schülerinnen und Schüler des Begabungsstützpunkts Memmingen und des W-Seminars „Astrophysik“ am Bernhard-Strigel-Gymnasium nach Genf, um die „Faszination CERN“ zu erleben. Professoren aus München und Freiburg ermöglichten uns spannende Einblicke in eines der bedeutendsten Forschungszentren der Welt.

CERN bei Genf ist seit Jahren das größte und wichtigste Forschungszentrum im Bereich der Elementarteilchenphysik. Mit gewaltigen Speicherringen wie dem Large Hadron Collider (LHC) werden Wasserstoffkerne fast auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und in riesigen unterirdischen Detektoren zum Zusammenstoß gebracht. Aus der Energie der kollidierenden Kerne entstehen neue Elementarteilchen.

Am 09. und 10.07.2017 war es schon zum vierten Mal in Folge an der Zeit, dass sich wieder eine besondere Gruppe von 20 Schülerinnen und Schülern aus Schwaben auf den Weg an die Österreichische Grenze machte. Die Teilnehmer des diesjährigen Kurses „Chemie und Molekularbiologie für Profis“ vom Begabungsstützpunkt des Bernhard-Strigel-Gymnasiums Memmingen darf man getrost als „besonders“ bezeichnen, investieren diese hoch motivierten Schüler doch regelmäßig Feier- oder Ferientage, um sich freiwillig in Memmingen zum Experimentieren und zum fachlichen Austausch zu treffen. Im Rahmen des Kurses werden zeitintensive, komplexere Experimente und ihre theoretischen Hintergründe behandelt, die weit über den normalen Unterricht hinausgehen.

Schüler des Bernhard-Strigel-Gymnasiums besuchen das COMPASS-Experiment am CERN

Am CERN, dem Europäischen Forschungszentrum für Teilchenphysik bei Genf herrscht momentan Hochbetrieb. Nach einer zweijährigen Pause soll der LHC, der größte Teilchenbeschleuniger der Welt, den Betrieb wieder aufnehmen. In riesigen Detektoren werden Wasserstoffkerne mit fast doppelt so viel Energie aufeinanderprallen wie noch vor drei Jahren, als am CERN das Higgs-Teilchen entdeckt wurde. Die Weltöffentlichkeit wartet gespannt auf neue, vielleicht revolutionäre wissenschaftliche Erkenntnisse.

An der Musikakademie Marktoberdorf fand ein dreitägiger Intensivkurs für besonders begabte junge Instrumentalisten schwäbischer Gymnasien statt. Im direkten Kontakt mit den Mitgliedern des AMUN-QUARTETTS konnten Schülerinnen und Schüler diverser Streichquartette, Klaviertrios oder als Duopartner originale Kammermusikliteratur der Musikgeschichte detailliert erarbeiten und wichtige Prinzipien des instrumentalen Zusammenspiels erfahren.

Begabungsstützpunkt und W-Seminar Raumfahrt besuchen den DLR-Standort Lampoldshausen

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betreibt in Deutschland an 15 Standorten Grundlagenforschung und angewandte Forschung in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Energie-technik und Verkehr. Am 19. Dezember 2014 und am 9. Januar 2015 besuchten insgesamt 56 Schüle-rinnen und Schüler des Begabungsstützpunkts und des W-Seminars „Raumfahrt“ am Bernhard-Strigel-Gymnasium den DLR-Standort Lampoldshausen bei Stuttgart. Dort werden in einem großen Waldgebiet Raketentriebwerke entwickelt und getestet. Darunter auch die Triebwerke der aktuellen europäischen Trägerrakete Ariane 5.

Mikroskopisch kleine Teilchen wie Elektronen oder Atome zeigen in bestimmten Situationen Welleneigenschaften, während das in der klassischen Physik als Welle betrachtete Licht auch Teilcheneigenschaften haben kann. Dies wird in zahlreichen Experimenten sichtbar und bildet unter anderem die Grundlage für die Funktionsweise elektronischer Geräte wie Computer oder Smartphones, die wir täglich nutzen. Um diesen „Welle-Teilchen-Dualismus“ zu verstehen, wurde die Quantenmechanik entwickelt.

Wissenschaftlern über die Schulter schauen und selbst experimentieren – diese beiden Grundprinzipien des Unterrichts am Begabungsstützpunkt und im W-Seminar standen auch bei unserer Exkursion am 9. März 2015 im Vordergrund. 56 Schülerinnen und Schüler des W-Seminars „Raumfahrt“ und des Raumfahrt-Kurses am Begabungsstützpunkt Memmingen besuchten den DLR-Standort Oberpfaffenhofen.

SORSMC

IJM