uebertritt banner

anmeldung banner

GTS

Begabungsstützpunkt

Krankmeldung

Am Freitag, den 13. April, standen 18 Schülerinnen und Schüler von Gymnasien in ganz Schwaben in aller Frühe auf, um um 5:30 Uhr in Türkheim oder um 6:00 Uhr in Memmingen pünktlich in unseren Bus zu steigen. Die Exkursion des diesjährigen Chemiekurses des Begabungsstützpunktes stand an und so nahmen wir - eine Werksführung beim weltweit größten Produktionsstandort der BASF in Ludwigshafen in Aussicht - das frühe Aufstehen gut gelaunt hin. Die einen holten während der fast vierstündigen Busfahrt etwas Schlaf nach, andere verbrachten ihre Zeit mit Musik hören, reden oder lesen, sodass die Fahrt doch sehr angenehm war. 9:30 Uhr dann die Ankunft an unserem ersten Ziel: Dem BASF Standort in Ludwigshafen.

 

Am Besucherzentrum wurden wir in zwei Gruppen geteilt, sodass neun Schüler und Frau Schneider mit der ersten Führung begannen und wir anderen neun Schüler und Herr Gundhardt uns erstmal selbst im Besucherzentrum umschauten. Dort gab es auf sechs Etagen viel Interessantes zu entdecken zur Firmengeschichte, zu weltweiten Standorten, zu Nachhaltigkeit aber auch zu Produkten von BASF, die uns im Alltag begegnen. Uns war nicht bewusst, dass so viele Produkte, die wir ständig benutzen, ihren Ursprung bei BASF finden, da dort hauptsächlich Zwischenprodukte produziert werden und diese für Endprodukte verwendet werden, die wir dann kaufen können. So haben Teile von Autolacken, Handys, Inlinern, Textilien, Kosmetik aber auch von Windeln, Medikamenten, Farben und Pflanzenschutzmitteln mal ein BASF-Werk durchlaufen. Ein hingegen wohl jedem bekanntes tatsächliches Endprodukt des Unternehmens ist Styropor. Die viele interaktive Technik des Besucherzentrums lud ein, sich mit den verschiedenen vorgestellten Bereichen zu beschäftigen und so verging die einstündige Wartezeit wie im Flug.

Unsere Führung begann und eine promovierte Chemikerin erklärte uns zuerst ausführlich und anschaulich das zuvor Besichtigte im Besucherzentrum. Besonders beeindruckend war eine große interaktive Karte, die einen Überblick über den gesamten Standort gab. Dieser umfasst immerhin fast 10km² und ist damit das weltweit größte zusammenhängende Chemieareal! Zudem ist das Werksgelände so groß, dass ein eigenes Linienbussystem aber auch über 10.000 Fahrräder für die Mitarbeiter bereitgestellt werden. Der Standort in Ludwigshafen hat einen eigenen Hafen am Rhein, einen Bahnhof und 230 km Schienen, aber auch eine eigene Kläranlage, Feuerwehr, Ärzte und vieles mehr… Nach der Führung im Besucherzentrum und einer kurzen Sicherheitseinweisung ging es bei dem regnerischen Wetter schnell in einen Bus, mit welchem wir über Teile des Werksgeländes gefahren wurden. Es gab so viele riesige Produktionsanlagen zu bestaunen, dass es einen vielleicht schon gar nicht mehr wundern sollte, dass an dem BASF-Standort Ludwigshafen rund 39.000 Menschen beschäftigt werden. 

Da wir im Chemiekurs des Begabungsstützpunktes selbst organische Präparate wie Fluorescein, Indigo, Trimyristin, Piperin oder Limonen kochen, war es natürlich echt klasse zu sehen, wie die Präparatsynthese bei BASF abläuft. Dazu gingen wir in eines der Chemielaboratorien, wo uns ein Chemiker eine Miniplant-Anlage zeigte. Präparate, die erst im Milliliter-Maßstab im Labor gekocht werden, werden hier auf einen größeren Maßstab (wenige Liter) überführt, um die Bedingungen in den Fabriken zu simulieren. Dies ist zum Beispiel wichtig, um die entstehende Wärme bei großen Mengen verwendeter Chemikalien abzuschätzen und gegebenenfalls Änderungen vorzunehmen. Es war wirklich überraschend zu erfahren, wie drastisch danach gleich der Maßstab geändert wird - nämlich direkt auf mehrere hundert Liter und dann auf Produktionsmaßstab. 

So endete unsere beeindruckende Führung bei BASF und wir machten uns um etwa 14:15 Uhr mit dem Bus auf den Weg nach Heidelberg, wo wir zuerst in unserer Jugendherberge eincheckten. Um 18:00 Uhr stand eine Stadtführung in Heidelberg an, bei der wir sowohl über die Gründung der Stadt, als auch über die dortigen geschichtlichen Gegebenheiten bezüglich der Henker und  Hexenverfolgung informiert wurden. Zusammenfassend war es eine Stadtführung der etwas anderen Art und definitiv unerwartet - zudem waren wir sehr froh, dass es pünktlich zur Führung eine Unterbrechung des Regenwetters gab! Am Abend gingen wir essen und fuhren zurück zur Jugendherberge, wo wir alle sehr müde aber begeistert von dem Tag ins Bett fielen. Am nächsten Morgen frühstückten wir gegen 8Uhr in der Jugendherberge und verbrachten unseren Vormittag dann wahlweise im Zoo oder in der Stadt Heidelberg. Die einen verschlug es auf die Burg, wo noch eine Führung ergattert werden konnte, andere staunten beim Shoppen über die sehr schöne Stadt direkt am Neckar. Das Wetter war nach dem regnerischen Vortag absolut traumhaft und so ging es bestens gelaunt um kurz vor 13 Uhr zurück nach Hause. Obwohl wir mit dem Verkehr nicht so viel Glück hatten wie bei der Anreise und eine Weile im Stau standen, kann man die Busfahrt getrost als sehr lustig und unterhaltsam bezeichnen - und Zeit zum Schlafnachholen lieferte sie auch. Um 17 Uhr ging der Ausflug für uns in Memmingen zu Ende, andere fuhren noch bis nach Türkheim.

Die Exkursion war wirklich gelungen, da wir nicht nur viel Interessantes zu verschiedensten Themen lernen konnten, sondern im Rahmen des
Begabungsstützpunktes die Gelegenheit hatten (und haben), uns mit Schülerinnen und Schülern verschiedener Gymnasien und Klassenstufen
auszutauschen! Es hat sich also wirklich gelohnt, auf etwas Schlaf zu verzichten, da wir stattdessen nun viele positive und auch lustige Erinnerungen haben!

Wir bedanken uns bei Herrn Gundhardt für die tolle Exkursion, der sowohl diese sehr gut organisierte, als auch den Kurs im Allgemeinen wirklich super leitet!

-Melissa Guthke-

 

BASF Gruppe

 

BASF Miniplant

SORSMC

IJM

Berufswahlsiegel

Logo Wir sind Fairtrade School

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.